„Hoffnungsort: Schöpfungszeit“ erhält Westfälischen Schöpfungspreis 2026

Das Bild zeigt eine Gruppe von sechs Menschen, die freundlich in die Kamera schauen und lächeln. Links im Bild die Fahne der Christians for Future. Zwei Menschen halten ein Plakat mit dem Titel "Schöpfungszeit".
Foto privat: Christiane Bongard, Ulrike Kampelmann, Kerstin Werner, Dr. Franz-Josef Klausdeinken, Julia Brüntrup, LKR Dr. Jan-Dirk Döhling (Institut für Kirche und Gesellschaft) (v.l.n.r.)

Soest | Der Arbeitskreis Kirche und Klima Soest ist für sein Projekt „Hoffnungsort: Schöpfungszeit“ mit dem 3. Preis des Westfälischen Schöpfungspreises 2026 der Evangelischen Kirche von Westfalen ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung würdigt Projekte, die sich in besonderer Weise für die Bewahrung der Schöpfung und nachhaltiges Handeln engagieren.

In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass es dem Arbeitskreis gelungen ist, Schöpfungsverantwortung über einen Zeitraum von fünf Wochen öffentlich sichtbar, vielfältig und gemeinschaftlich erfahrbar zu machen. Zahlreiche Gruppen, Initiativen und Kirchengemeinden sind in gemeinsames Handeln eingebunden worden. Besonders würdigte die Jury, dass aus den vielfältigen Impulsen neue Kooperationen und konkrete Folgeprojekte für Kirche und Stadtgesellschaft entstanden sind.

Die Schöpfungszeit fand im Herbst 2025 in Soest statt und vereinte rund 40 Gruppen, Vereine, Organisationen sowie evangelische und katholische Kirchengemeinden. Herzstück war die Karikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“, die in drei Kirchen präsentiert wurde. Ergänzt wurde sie durch kreative Formate wie eine Kirchenkutsche, den Klimafieber-Zeitstrahl und eine TinyChurch.

Mit insgesamt 35 Veranstaltungen bot das Projekt zahlreiche Zugänge zum Thema Schöpfungsverantwortung. Dazu gehörten unter anderem Aktionstage in der Innenstadt, Gottesdienste und Liturgien, Podiumsdiskussionen, Vorträge, Mitmachangebote, Natur- und Gartenprojekte, Literatur- und Musikveranstaltungen, Pilgertage sowie Informationsstände und Demonstrationen. Ziel war es, Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten miteinander ins Gespräch und gemeinsames Handeln zu bringen.

Über die Veranstaltungsreihe hinaus entstanden dauerhafte Netzwerke und neue Initiativen wie „SOkratie“, „Neue Wohnformen“ sowie die Projektidee „Zukunftstisch Soest“, die Akteure aus Kirche und Stadtgesellschaft langfristig miteinander verbinden sollen.

Der Arbeitskreis Kirche und Klima Soest und die Christians & Churches for Future im Raum Soest (CC4F) verstehen die Auszeichnung als Anerkennung für das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen, Kirchengemeinden, Vereine und Kooperationspartner, die den „Hoffnungsort: Schöpfungszeit“ gemeinsam gestaltet haben. Der Preis unterstreicht, dass gemeinsames Engagement konkrete Veränderungen anstoßen und Hoffnung für eine nachhaltige Zukunft sichtbar machen kann.

Weitere Informationen zum Westfälischen Schöpfungspreis sind unter https://www.kircheundklima.de/westfaelischer-schoepfungspreis/ verfügbar.

Das Programm und vertiefende Informationen finden sich auf der Webseite 
https://cc4f-soest.org/voran-gehen/schoepfungszeit-2025/

Der ökumenische „Arbeitskreis Kirche und Klima Soest“ (AK KuK) wurde 2020 als Zusammenschluss von klimabewegten Christ*innen und Mitgliedern in lokalen Umweltinitiativen gegründet. Neben der Netzwerkarbeit und dem Austausch von Informationen organisiert der AK auch Veranstaltungen; erstmalig die „7 Tage für die Schöpfung“ 2021. 

Die „Christians & Churches for Future im Raum Soest“ (CC4F) agieren sich als Ortsgruppe der bundesweit organisierten Christians4Future (C4F). Mit den Schwerpunkten Schöpfungsverantwortung und Sozialraumorientierung haben sie gesellschaftsrelevante Botschaften für eine Kirche mitten im Leben. 2022 wurden sie mit dem Westfälischen Schöpfungspreis ausgezeichnet. Für die Gestaltung der Schöpfungszeit 2024 mit dem Sonderpreis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e. V. 

Pressekontakt: Dr. Franz-Josef Klausdeinken, mail@cc4f-soest.org, +49 1577 4946 471