Vatikan und DBK | In einem neuen Messformular1 wurde die Bewahrung der Schöpfung als besondere Bedeutung des Werkes Gottes und die Verantwortung der Menschen veröffentlicht. Bereits Anfang Juli 2025 feierte Papst Leo XIV. erstmals „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“.
Eine Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz: 04.08.2025 | Pressemeldung | Nr. 124

Neues Messformular „Für die Bewahrung der Schöpfung“ auf Deutsch erschienen
Weihbischof Lohmann: Intensiver Bestandteil der Liturgie
Am 3. Juli 2025 ist im Auftrag von Papst Leo XIV. ein neues Messformular „Für die Bewahrung der Schöpfung“ veröffentlicht worden. Damit dieses Messformular gut in der Liturgie genutzt werden kann, liegt ab sofort eine deutsche Übersetzung der Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet vor, die vom Deutschen Liturgischen Institut gemeinsam mit Experten aus Österreich und der Schweiz erarbeitet wurde.
Mit der besonderen Aufnahme der Verantwortung für die Schöpfung in das Römische Messbuch setzt das Messformular eine sichtbare Verbindung zwischen dem Bekenntnis zur Schöpfung und dem in der Eucharistie gefeierten Glauben. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Rolf Lohmann (Münster), hebt die Bedeutung des Messformulars für die Liturgie hervor: „Ich bin dankbar, dass der Vatikan dieses Messformular zur Verfügung gestellt hat und dass es jetzt in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Die Bewahrung der Schöpfung wird somit noch einmal wichtiger Bestandteil der Liturgie.
Ich ermutige die Pfarrgemeinden und Verbände, dieses Messformular zu nutzen – zum Welttag der Schöpfung am 1. September, aber auch darüber hinaus gibt es viele gute Gelegenheiten, Gott für die Schöpfung zu danken und vor weiterer Umweltzerstörung – auch im Gottesdienst – zu warnen.“
Das Messformular ist vom vatikanischen Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung unter dem lateinischen Titel „pro custodia creationis“ herausgebracht worden und sieht mehrere biblische Lesungen und Gebete vor, in denen die Schöpfung und die Verantwortung des Menschen für den Erhalt des Planeten Erde zur Sprache kommen.
Der Präfekt des Dikasteriums, Kardinal Arthur Roche, verweist im dazugehörigen Dekret auf die Enzyklika Laudato siʼ von Papst Franziskus, in der dieser erstmals die globale Bedrohung der Umwelt als Folge menschlichen Handelns zum Hauptthema eines päpstlichen Lehrschreibens gemacht hat: „In der Gegenwart ist aber deutlich geworden, dass das Schöpfungswerk wegen seiner verantwortungslosen Nutzung und des Missbrauchs der Güter, die Gott unserer Sorge anvertraut hat, in Gefahr gerät. Deshalb scheint es angebracht, das Messformular ‚Für die Bewahrung der Schöpfung‘ unter den ,Messen und Orationen für besondere Anliegen‘ im Römischen Messbuch zu ergänzen“, so Kardinal Roche.
Hinweise:
Das Messformular in deutscher Sprache finden Sie mit dem dazugehörigen römischen Dekret untenstehend als Download.
Außerdem finden Sie den Text im Format des Messbuchs und mit Hinweisen auf die Schriftlesungen im Lektionar auf der Internetseite des Deutschen Liturgischen Instituts (www.liturgie.de).
Zwei Themenseiten der Deutschen Bischofskonferenz informieren darüber hinaus über Kirche und Umwelt: 10 Jahre Laudato si’ und Klima und Umwelt.
- Ein Messformular ist die Sammlung liturgischer Texte und Gesänge für eine Heilige Messe, die zu einem bestimmten Anlass oder Termin gefeiert wird. ↩︎
