Du zeigst mir den Weg

Pilger der Hoffnung?

Das Bild zeigt einen Bischof, der auf dem Dach eines großen Passagierflugzeuges sitzt oder eher thront. Hinter ihm die Sonne, unten auf der Erde ist der Vatikan sichtbar. Das Flugzeug hinterläßt große Qualmwolken. Das Bild wurde mit KI-erstellt und das sieht man auch.
Bild mit KI erstellt

Diözesanreisen der deutschen (Erz-)Bistümer zum Heiligen Jahr nach Rom und anderen Pilgerorten 2025. Kurzbericht einer Online-Recherche der Christians for Future Deutschland

Das Heilige Jahr 2025 in Rom steht unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“. Viele Pilger werden nach Rom reisen. Auch die deutschen (Erz-)Diözesen bieten begleitete Pilgerreisen an. Eine möglichst klimagerechte Mobilität spielt hierbei eine bedeutende Rolle.

Redaktion: Dr. F.-J. Klausdeinken

kontakt@christians4future.de

Worum geht es?

„Angesichts der dramatisch spürbaren Folgen des Klimawandels spielen Fragen der Nachhaltigkeit und der umweltschonenden Fortbewegung für immer mehr Menschen eine wichtige Rolle und beeinflussen ihren Alltag. Reisen zu Wallfahrtsorten, der Ausbau von Pilgerwegen und Wallfahrtsorte selbst werden im Sinne eines schonenden Umwelt- und Klimaschutzes zu gestalten sein.

Die Kirche wird sich auch im Bereich des Wallfahrens und Pilgerns am Anspruch eines bewahrenden Umgangs mit der Schöpfung messen lassen müssen.“ (Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz, 2024)

Papst Franziskus fordert in seiner sozial-ökologische Enzyklika Laudato si‘ (2015) und der Mahnschrift Laudate Deum (2023) eine Umkehr und unverzügliches Handeln im Angesicht der Klimakrise. Er ruft die Kirche und Gläubigen dazu auf, Vorbild beim nachhaltigen Handeln zu sein. Ein besondere Verpflichtung besteht im Bereich der Jugendpastoral.

Eine aktuelle Analyse der Webseiten der 27 deutschen (Erz-)Diözesen zeigt, dass nur 15 % ihre Pilgerreisen klimaschonend organisieren. Demgegenüber bieten knapp 30 % der Bistümer Reisen nach Rom ausschließlich als Flugreisen an. Insgesamt werden 50 % der Reiseangebote aufgrund der starken Nutzung des Flugzeugs als (sehr) klimaschädlich eingestuft. Positiv hervorzuheben ist, dass nur zwei (Erz-)Bistümer Flugreisen für Jugendliche anbieten. Einige Diözesen bieten nur Busreisen an, bei anderen sind Flugreisen bis zu 700 € teurer als Busreisen. Dennoch bleibt die Bilanz ernüchternd, da eine nachhaltige Gestaltung der Pilgerreisen noch zu selten umgesetzt wird. Die Gruppierung der Christians4Future fordert eine klimaschonende Organisation von Pilgerreisen. Wir als Kirche und Christ*innen müssen einen konsequent nachhaltigen Lebensstil vorleben. Darüberhinaus sollen Menschen ermutigt werden, sich durch eine klimaschonende Mobilität aktiv für den Schutz von Gottes Schöpfung einzusetzen.

Den gesamten Kurzbericht gibt es hier als PDF.